„Tandem+…“ – Veranstaltungsreihe der improvisierten Musik: Elastic Social Structure
im Gericht, Gerichtstraße 31 in 39624 Kalbe (Milde)
Eintritt: 10,– €
Elastic Social Structure gründete sich 2015 als transkontinentales Improvisationsbündnis. Saxophonist Jonathan Strauch, Posaunist David Whitwell, Pianist Marius Moritz und Schlagzeuger Steffen Roth fanden sich in New York City zusammen, um ein anti-xenophobes Album als Kollaboration mit dem New Yorker Underground Brass Trio (Dave Taylor, Jay Rozen, David Whitwell) aufzunehmen. Seitdem hat das Quartett zwei weitere Alben aufgenommen sowie zahlreiche Konzerte in Deutschland sowie den USA gespielt. Die Band, die sich wachsenden fremdenfeindlichen Tendenzen und dem Erstarken von Rechtspopulisten sowohl in Europa als auch in den U.S.A.ausgesetzt sieht, sucht das Verbindende der Musik als Anregung zum Gespräch. Mit seiner speziellen basslosen Besetzung spielt das Quartett sowohl komponierte als auch improvisierte Musik, gespeist aus den jahrelangen Erfahrungen ihrer Mitglieder mit Jazz, Neuer Musik und gegenwärtiger Improvisationsmusik.
Das Konzert ist die letzte Veranstaltung einer 8-teiligen Reihe, die sich ganz dem Genre der improvisierten Musik widmet. Dem Kalbenser Publikum ist dieses experimentell anmutende Genre bereits bekannt von den Potentiale-Festivals der vergangenen Jahre. Auch hier stehen wechselnde Ensembles auf der Bühne und improvisieren mit ihren Instrumenten.
Besonders eingeladen sind diejenigen, die neugierig sind auf ein besonderes Konzert und sich fragen, wie diese Art von Musik auf sie wirken wird, wie sie sie erleben werden. Im Rahmen der Veranstaltung wird es die Möglichkeit geben Fragen zu stellen und mit den Musikern ins Gespräch zu kommen, um so einen ganz persönlichen Zugang zu den Tönen und Klängen zu erhalten.
Und wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist und noch mehr von dieser Musik genießen will, der oder die kann sich auf das (((potentiale))) Festival 2024 freuen, welches vom 30.5.-2.6.2024 in der Künstlerstadt Kalbe stattfinden wird.
Das Projekt wird gefördert durch Mittel des Musikfonds e.V. mit Projektmitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und dem Tonkünstlerverband Sachsen-Anhalt.
Hintergrund: Künstlerstadt Kalbe e. V. ist ein innovatives Projekt im ländlichen Raum der Altmark, welches mittels Kunst und Kultur eine nachhaltige Stadt- und Regionalentwicklung betreibt. Mitte 2013 gegründet, versteht sie sich als soziale Skulptur, die für alle offen ist. Im Luxus der Leere (die Altmark gehört zu den am wenigsten besiedelten Gegenden Deutschlands) nutzt sie den Raum, um immer wieder Menschen an ihre gestalterischen Potentiale zu erinnern, sie zu wecken und im Sinne des bürgerschaftlichen Engagements in gesellschaftliche Prozesse einzuleiten. Die Künstlerstadt Kalbe ist mehrfach preisgekrönt und vielfach ausgezeichnet.